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Hinweis für Leser:innen

Chiara – Muse der Mafia ist eine Dark Mafia Romance und richtet sich an volljährige Leser:innen (18+). Die Geschichte enthält Themen wie gefährliche Nähe, Machtgefälle, Entführung sowie Gewalt im Kontext organisierter Kriminalität. Bitte lies das Buch nur, wenn du dich mit diesen Inhalten wohlfühlst.

Chiara – Muse der Mafia

Eine Mafia Romance mit Dark Vibes

Lass dich hineinziehen in die aufregende und gefährliche Welt von Chiara.

Was als harmloser Schritt in ein neues Leben beginnt, führt sie direkt in die Arme eines Mannes, der alles in ihr herausfordert – ihre Stärke, ihre Moral und ihr Verlangen. Dies ist der Moment, in dem ihre Grenzen verschwimmen und sie zum ersten Mal spürt, wie nah Leidenschaft und Gefahr beieinanderliegen.

Chiara hätte nicht gedacht, dass ihr vermeintlicher Erretter sich ausgerechnet als ihr neuer Chef der Galerie entpuppt. Als sie ihm erneut begegnet, wird Chiara bewusst, wie sehr dieser Mann sie aus der Bahn werfen kann – und wie gefährlich das für ihr Herz werden könnte.

Als Chiara die Baritonstimme die ihr so vertraut vorkam, drehte sie sich um. Erschrocken erkannte sie ihn wieder und wurde ganz rot. Nur zu gut erinnerte sie sich an den Vorfall vor zwei Wochen, als sie mit diesem Unbekannten zusammengestoßen war.
Seither hatte sie immer wieder an ihn gedacht, an dieses Gesicht eines verruchten Engels mit dunkelbraunen Haaren.
Auch Alex erkannte sie nun wieder. Auch er hatte ab und zu an dieses faszinierende Gesicht gedacht. Was machte sie hier? War das wieder ein Trick? Allerdings musste er sich eingestehen, schien sie wirklich Ahnung von Kunst zu haben. Ihre Idee, die Kunstwerke so zu präsentieren, zeigte, dass die junge Frau Hank Quentins Werk wirklich verstand.
Schluss mit den Spielchen, dachte sich Alex. Zeit, der Dame auf den Zahn zu fühlen.
„Ich möchte Sie gleich in meinem Büro sprechen“, sagte er kurz angebunden zu Chiara.
Chiara wurde mulmig zumute. Er sah wieder so misstrauisch aus. So wie beim letzten Mal, als er behauptete, jemand hätte sie geschickt.
Alex ging mit zielgerichteten Schritten auf die Bürotür zu. Der Raum lag in der oberen Etage hinter einer schweren Holztür. Er war großzügig geschnitten mit einer breiten Fensterfront, die den Blick auf den Boulevard vor der Galerie preisgab.
Alex betrachtete das Büro. Ein großer Schreibtisch dominierte den Raum. Es gab eine Sitzecke für das unkonventionelle Zusammensein und einen Besprechungstisch, wenn es formeller zur Sache ging.
An den Bildern hingen ausgesuchte Kunstwerke, die nicht ganz seinem Geschmack entsprachen. Die würde er wohl austauschen lassen, machte er sich gleich innerlich eine Notiz.
Chiara klopfte an und trat schüchtern ein, vorbei an den beiden Bodyguards, die wie Schatten ihrem Herrn auf Schritt und Tritt zu folgen schienen. Beide Männer waren etwa Ende Zwanzig, groß, breitschultrig und durchtrainiert. Sie verströmten in ihren dunklen Anzügen eine Aura, die jedem zu verstehen gab, dass man sich nicht mit ihnen anlegen sollte.
Josh, der Dunkelhaarige, seine rechte Hand und gleichzeitig auch Jugendkamerad, betrachtete die junge Frau in ihrem hellblauen Hemdblusenkleid. Auch er erkannte in ihr das Mädchen, mit dem der Boss vor Kurzem zusammengestoßen war.
Da musste doch etwas faul sein, wenn sie nun schon wieder auftauchte, argwöhnte er. Doch ihm war klar, dass Alex das sicher gleich herausfinden würde.
„Warum denken Sie, dass wir aus dem Ausstellungsraum eine Kirche machen sollten?“, fragte Alex provokant, als er sich umdrehte.
Chiara war irritiert. Erkannte er sie nicht wieder? Wenn man mit jemandem zusammenstieß, vergaß man das doch nicht gleich, oder?
Sie zögerte kurz, dann setzte sie an: „Hank Quentins Werke thematisieren Jesu Leiden und er versucht, in jedem seiner Bilder dessen Hintersinn zu erfassen. So ist jedes Bild wie eine Andacht, sich mit dem seinem und dem eigenen Leiden auseinanderzusetzen. Das hat mich an Altäre in alten Kirchen erinnert, wo die Gläubigen sich vor jeder Nische zum Beten niederlassen können. Und doch wirkt alles wie ein Gesamtkomplex, der im Hochaltar mündet. Quentins Bild von der Auferstehung ist größer als die übrigen Bilder und er hat die Bilder, die wir ausstellen, als Zyklus geschaffen. Vielleicht hat er sich sogar erhofft, die Gemälde würden zusammen verkauft werden, damit sie beieinander bleiben“, führte Chiara aus.
Alex empfand es genauso, doch er bohrte weiter: „Warum sollten sich die Bilder in einer Kirche besser verkaufen? Und warum sollten wir Wert darauf legen, sie im Ensemble zu verkaufen?“
„Das müssen wir ja nicht. Die Bilder sind jedes für sich stark im Ausdruck und würden auch alleine wirken. Auch dann wäre die Präsentation in einer Nische gut. In jedem Fall würde ein Käufer das Bild eher nicht in ein Esszimmer hängen, sondern eher in einen Raum der Kontemplation. Wo wäre solch eine Stimmung am besten zu erzeugen, wenn nicht in einem reduzierten Kircheninneren?“
Ja, genauso konnte er sich Quentins Werke vorstellen. Äußerlich ließ er sich jedoch nichts von seiner Begeisterung anmerken.
Außerdem war da ja noch diese andere Sache, dieses unverhoffte Wiedersehen.
„Ich finde es merkwürdig, dass wir uns in so kurzer Zeit schon wieder begegnen. Auffällig zufällig“, setzte Alex an.
„Ich kann Ihnen versichern, dass es damals keineswegs meine Absicht war. Ich wusste ja gar nicht, dass ich auf Sie treffen würde, ich lief den Männern davon, die mich verfolgten“, entgegnete Chiara.
„Und heute? Wirklich seltsam, dass Sie ausgerechnet in meiner Galerie ein Praktikum absolvieren.“. Alex betrachtete Chiara dabei eindringlich. Er hatte schon aus ganz anderen Typen ein Geständnis herausgeholt.
„Ich hatte keine Ahnung, dass Ihnen diese Galerie gehört. Als Professor Landmann mir dieses Praktikum angeboten hat, wusste ich nur, dass es sich um eine sehr angesehene Galerie handelt. Ich studiere Kunstgeschichte im ersten Semester und …“
Alex unterbrach Chiaras Erklärungsrede: „Studenten im ersten Semester bekommen sonst nicht gleich ein Praktikum.“
„Professor Landmann hat ein gutes Wort für mich eingelegt. Da ich in meinem letzten Referat bei ihm Hank Quentin als Thema hatte, hielt er mich daher wohl qualifiziert für diese Stelle.“
Interessant, dachte sich Alex. Wie sie so dastand. Sie gab sich bescheiden und man merkte ihr ihre Unsicherheit an. Aber in ihren Augen sah er auch einen gewissen Trotz, einen Stolz, der nicht auf Arroganz, sondern auf ihrer Intelligenz beruhte. Sie wusste, dass sie etwas konnte und ließ sich nicht beirren, das fühlte er.
Sie war wirklich bildschön, wie sie so aufrecht dastand mit diesen blauen Augen, die nun einen leichten Grauton angenommen hatten.
Sie war stärker, als es auf den ersten Blick schien. Doch umgab sie auch eine für ihn schwer fassbare Aura von Unschuld und Unbedarftheit. Sie erinnerte ihn mit ihrer hellen Haut ein wenig an eine Elfe, die mit zarten Flügeln im Wald umherschwirrte.
Mit dieser Oberweite wohl eher die Pornoversion einer Elfe, dachte er bei sich. Doch ihre Augen schienen die Verderbtheit der Welt, in der er aufgewachsen war, noch nicht erblickt zu haben. Es fehlte ihnen die Kaltblütigkeit und Abgestumpftheit, die er in den Augen der jungen Frauen sah, mit denen er sich sonst in Clubs amüsierte.
Diese hier war anders. Faszinierender. Er wollte sie gern berühren, sogar mehr, sie nehmen. Sie hingegen versuchte nicht einmal, ihre weiblichen Reize einzusetzen, um ihn für sich einzunehmen, wie er es sonst gewohnt war. Das störte ihn ungemein.
Und trauen konnte man ihr sicher auch nicht. Wahrscheinlich war sie verwanzt und irgendjemand hörte mit, um ihm einen Strick daraus zu drehen, argwöhnte er.
„Zieh dich aus“, sagte er zu Chiara.
Chiara riss entsetzt die Augen auf: „Wie bitte?“
„Ich will sehen, ob du verwanzt bist. Es gibt genug Leute, die mir schaden wollen und ich denke, einer von ihnen hat dich zu mir geschickt, um etwas herauszubekommen.“
„Das können Sie doch nicht von mir verlangen!“, rief Chiara.
„Du willst doch dieses Praktikum, oder? Oder soll ich deinem Professor schreiben, du seist völlig ungeeignet für die Arbeit in einer Galerie und er soll mir besser jemand Fähigen schicken? Keine Galerie, kein Museum, das etwas auf sich hält, würde dich dann noch bei sich arbeiten lassen. Zeig mir, wie wichtig dir dein Studium ist“, provozierte Alex sie.
Er wollte sie aus der Reserve locken. Aber noch mehr wollte er sie unbekleidet sehen.
Chiara schluckte, sie überlegte kurz und wog ihre Chancen ab. Ihr war klar, dass dieser Mann nicht zögern würde, seine Drohung wahr zu machen und sie beruflich vernichten könnte. Zoe, die sonst so arrogant auftrat, hatte auch sofort vor ihm gekuscht.
Sie sollte verwanzt sein? Vielleicht hatte er ja wirklich viele Feinde und dies hier war so eine Art Vertrauensbeweis? Doch es war so erniedrigend, sich von einem fremden Mann ausziehen zu müssen!
Schließlich siegte die Vernunft über ihre Scham.
Langsam und mit gesenkten Augenlidern begann sie, den Gürtel ihres Hemdblusenkleides zu lösen und es aufzuknöpfen. Alex betrachtete sie dabei. Obwohl er schon vielen Frauen beim Strippen zugesehen und dies auch sehr genossen hatte, kam er sich fast vor, als würde er hier ein Sakrileg begehen.
Gleichzeitig konnte er es nicht erwarten, mehr von ihrer Haut zu sehen. Es machte ihn wütend, dass dieses kleine Ding in ihm so etwas wie Gewissenskonflikte hervorrief, in ihm, dem Mann ohne Gewissen, wie es gemeinhin über ihn hieß.
Chiara war beim letzten Knopf angelangt und streifte das Kleid von ihren Schultern. Es fiel zu Boden. Nun stand sie in BH und Höschen vor ihm. Beide waren in schlichtem Weiß gehalten, mit einer kleinen Spitzenbordüre, nichts Aufreizendes, aber es wirkte ungemein sexy auf ihn. Der kleine Teufel auf seiner Schulter flüsterte ihm zu, dass er auch noch von ihr verlangen sollte, den Rest ihrer Kleidung abzulegen, sie könnte ja auch dort ein Mikrophon versteckt haben.
Chiara legte sich die Arme um den Leib als instinktive Schutzhaltung. Er betrachtete sie. Der Augenblick schien sich ins Unendliche auszudehnen.
So gern er sie jetzt hier ganz nackt vor sich sehen und sogar auf diesem ehrwürdigen Schreibtisch nehmen wollte, widerstrebte es ihm, dies gegen ihren Willen zu tun.
Doch er musste sie berühren. Er ging betrachtend um sie herum. Sie hielt den Kopf beschämt gesenkt. „Vielleicht hast du ja ein Mikro in deinen Haaren versteckt“, sagte er und stellte sich hinter sie. „Ich werde das untersuchen.“
Er fasste in ihre vollen Locken, die über ihre hellen Schultern hingen. Chiara zuckte kurz bei der Berührung zusammen. Alex strich über ihre Kopfhaut, es war fast wie eine Liebkosung.

Wenn dir die Story von Chiara & Alex gefallen hat, freue ich mich sehr über eine ehrliche Rezension auf Amazon.

Jede Meinung hilft anderen Leser:innen bei der Entscheidung – danke, dass du meine Geschichte unterstützt.